Adoption

Durch die Adoption wird ein vorher fremdes Kind rechtlich zu einem eigenen.
Über die Annahme eines Kindes entscheidet das Familiengericht auf Antrag. Dieser Antrag muss von einem Notar beurkundet werden. Unabhängig davon, welche der zahlreichen Varianten einer Adoption angestrebt wird.
In der Praxis kommen folgende Situationen besonders häufig vor:

  • Ein Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner adoptiert sein Stiefkind, also das leibliche Kind seines Partners.
  • Ein Ehepaar adoptiert ein (bislang fremdes) Kind.
  • Die Adoption erfolgt durch eine unverheiratete Person.

Wird ein minderjähriges Kind angenommen, hat die Adoption eine "starke Wirkung": Die bisher bestehende Verwandtschaft des Kindes zu seinen leiblichen Angehörigen erlischt. Statt dessen ist das Kind nun mit den Familienangehörigen des Annehmenden verwandt.

Die Adoption eines Volljährigen hat dagegen normalerweise nur eine "schwache Wirkung": Seine leiblichen Verwandten behalten diesen Status, die neue Verwandtschaft beschränkt sich auch auf die Person des Annehmenden. Wer mit "schwacher Wirkung" adoptiert wird, hat rechtlich mehr als zwei Elternteile. Das Familiengericht kann eine Volljährigenadoption aber auf Antrag mit den "starken Wirkungen" einer Minderjährigenadoption versehen. Insbesondere geht das, wenn ein Stiefkind angenommen wird oder das (nun volljährige) Kind schon als Minderjähriger in der Familie des Annehmenden aufgenommen worden ist.

 
Dr. Thomas Kornexl
Dr. Susanne Herrler
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