Immobilienschenkung

Seit 2009 wird Grundbesitz mit seinem Verkehrswert angesetzt - der frühere Steuervorteil bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist Vergangenheit. Trotzdem sind Immobilienschenkungen (etwas angestaubt auch als "Immobilienüberlassungen" bezeichnet) oft steuerlich motiviert. Denn innerhalb der Kernfamilie bestehen relativ hohe persönliche Steuerfreibeträge, die sich alle zehn Jahre vollständig erneuern. So hat ein von seinen Eltern beschenktes Kind immerhin einen Freibetrag von 400.000 € pro Elternteil.
Noch wichtiger als die steuerlichen Effekte ist eine interessengerechte Sicherung aller am Vertrag beteiligter Familienangehöriger. Deshalb muss über das "ob" und das "wie" einer geplanten Schenkung gründlich nachgedacht werden, z.B. über Folgendes:

  • Will der Schenker die Nutzungen der Immobilie ganz oder teilweise behalten, auch wenn er künftig nicht mehr Eigentümer ist? (Schlagworte hierzu sind: "Nießbrauch", "Wohnungsrecht", "Mitbenutzungsrecht")
  • Soll ein Schutzmechanismus vereinbart werden, der es dem Schenker erlaubt, vom Beschenkten die Immobilie zurückzufordern, wenn bei diesem individuelle "Katastrophen" eintreten sollte? (z.B. Tod, Ehescheidung, Insolvenz, Zwangsvollstreckung)
  • Welche Wirkungen hat die Schenkung auf die Nachlassverteilung, wenn der Schenker später stirbt? Lässt sich hier vertraglich unangenehmen Überraschungen, insb. einem "Nachkarteln" durch andere Familienmitglieder, vorbeugen?

Fragen Sie uns! Wir informieren Sie gerne umfassend über Risiken und Nebenwirkungen einer Schenkung und helfen Ihnen, diese so weit wie möglich auszuschließen.

 
Dr. Thomas Kornexl
Dr. Susanne Herrler
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